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Root Health Türkiye

Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

Mein Sohn hat vor etwa vier Jahren Diagnosen wie Asperger-Syndrom, ADHS und Anpassungsstörung bekommen. Die ganzen Tests haben fast drei Jahre gedauert, weil es so schwer war, Termine zu bekommen, und unser Kinderarzt hat sich wirklich sehr bemüht, damit wir früher drankommen.

Eigentlich habe ich schon gespürt, dass etwas anders ist, als er vier Jahre alt war. Beim Mutter-Kind-Schwimmkurs zum Beispiel ist er ohne jede Angst und ohne Schwimmflügel direkt ins Wasser gesprungen. Fahrradfahren haben wir einfach nicht hinbekommen, weil er Gleichgewichtsprobleme hatte und sehr ungeduldig war. Deshalb musste ich immer funktionieren wie eine Maschine.

Als ich den Schwerbehindertenausweis mit über 70 Prozent in der Hand hielt, wusste ich nicht, was ich fühlen sollte. Ich habe nach Elterngruppen und Initiativen gesucht, um mich mit anderen Eltern austauschen zu können, aber leider ohne Erfolg. Mein Sohn war sehr oft negativ eingestellt, und ich brauchte zusätzliche Kraft, um ihn zu motivieren. Denn jeden Tag passierte etwas Unschönes. Er schien keinen Schmerz zu spüren, konnte keine Gefahr einschätzen und wollte jede Sekunde Aufmerksamkeit. Ja, es war sehr anstrengend. Aber ich bin stolz auf mich, denn ich habe mir unglaublich viel Mühe gegeben, nicht aufzugeben und immer an seiner Seite zu sein.

Freunde hatten mir geraten, ihn in eine Einrichtung zu geben, damit ich auch mal Zeit für mich habe. Mein Mutterinstinkt hat diesen Gedanken auf keinen Fall zugelassen: Ich war seine einzige Bezugsperson, und das hätte meinen Sohn seelisch in eine sehr schlimme Lage gebracht.

Ich hatte selbst in ähnlichen Bereichen gearbeitet, in denen Kinder betreut werden, und wusste genau, wie man dort mit ihnen umgeht. Jahrelang habe ich fast alle pflanzlichen Mittel aus der Apotheke für mich und meinen Sohn ausprobiert, aber das, wonach ich suchte, war nicht dabei. Auch das war für mich wieder ein Zeichen: Es musste einen anderen Weg geben.

Ich versuche, mich kurz zu fassen, versprochen 😁

Jahre der Suche

Rausgehen war fast unmöglich, weil sich mein Sohn nur zu Hause sicher fühlte. Selbst wenn ich mir Sprüche anhören musste, habe ich nicht aufgegeben; ich habe immer versucht, etwas zu unternehmen und in den Urlaub zu fahren. Natürlich musste es jedes Mal dasselbe Hotel sein, damit er sich sicher fühlte, und trotzdem war es für uns schon schwer, überhaupt das Hotelzimmer zu verlassen.

Ich hatte niemanden, mit dem ich meine Sorgen teilen konnte, also habe ich jahrelang mit den Wänden und mit Gott gesprochen. Ich habe immer gebetet und mir einen Ausweg gewünscht. Seit der ersten Klasse waren die Ärzte der Meinung, er müsse unbedingt Arzneimittel nehmen, damit seine Konzentrationsprobleme und seine Ungeduld unter Kontrolle kommen. Mit dem Gedanken, meinem Kind Arzneimittel geben zu müssen, damit es in der Schule so funktioniert, wie man es dort wollte, konnte ich mich einfach nicht abfinden. Denn er war sehr klug; ohne zu lernen hatte er gute Noten, die Schule war ihm einfach nur furchtbar langweilig.

Aber der Druck hörte nicht auf. In den Schulen haben wir sehr unschöne Dinge erlebt und mussten in der Grundschule ganze drei Mal die Schule wechseln. Das war für die Seele meines Sohnes sehr traurig, aber er hat einen sehr starken Charakter.

Eine Lehrerin, die meinte, mein Sohn brauche keine schulische Unterstützung und das Gutachten sei falsch, hat uns sogar beim Jugendamt gemeldet, weil angeblich das Kindeswohl gefährdet sei.

Ich habe mit ihm fast alle Therapieformen ausprobiert. Sozusagen passte keine davon zu uns, mit einer Ausnahme: die besondere tiergestützte Ergotherapie, zu der er seit drei Jahren gern geht. Dort reitet er, nimmt Unterricht im Bogenschießen, füttert Kaninchen und kann mit Freude an Dingen arbeiten, die ihn wirklich interessieren.

Mit der Zahl unserer Arztbesuche könnten wir es, glaube ich, locker ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen. Um andere Meinungen zu hören, bin ich auch zu Privatärzten gegangen.

Zuletzt war ich letztes Jahr über Silvester in Istanbul bei zwei bekannten Professoren für Kinderpsychiatrie. Auch sie waren der Meinung, er müsse unbedingt Arzneimittel nehmen. Sie sagten, sein Gehirn arbeite ganz anders, ein Arzneimittel könne ihm vieles erleichtern, und ich müsse auch an mich denken. Sie fügten hinzu, dass diese Situation sehr anstrengend sei und ganz bestimmt nicht an meiner Erziehung liege.

Während der Gespräche habe ich viel geweint. Ich erinnere mich, dass ich gesagt habe, ich wünsche mir nur einen Tag, einen einzigen Tag, an dem ich mit meinem Kind so richtig Spaß haben kann.

Wissen Sie was? Heute weine ich nur noch vor Glück, nicht mehr, weil mich die Sorgen erdrücken oder weil ich keinen Ausweg sehe. Es war wirklich eine sehr anstrengende Zeit. Ich konnte nicht schlafen, hatte keine Kraft mehr, musste aber arbeiten, und niemand hat mich unterstützt.

Dann habe ich die Arzneimittel, die die Professoren in der Türkei empfohlen hatten, recherchiert und erfahren, dass hier in Deutschland dieselben verwendet werden. Weil ich inzwischen nicht mehr wusste, was richtig und was falsch ist, habe ich mich entschieden, es zu versuchen. Auf Empfehlung unserer Kinder- und Jugendpsychiaterin haben wir das erste Präparat in der niedrigsten Dosis begonnen. Nach einer Woche habe ich es abgesetzt. Er hatte ohnehin seit Jahren Schlafprobleme; damit er die Augen schließen konnte, musste ich ihn immer festhalten und in den Arm nehmen. Nachmittags staute sich in ihm eine unbeschreibliche Energie, und dass er den ganzen Tag wie gedämpft wirkte, fühlte sich für mich nicht richtig an.

Danach haben wir ein anderes Präparat ausprobiert. Nachts wachte er unruhig auf und wollte plötzlich aufstehen und irgendwohin gehen. Wieder habe ich aufgehört; ich spürte, dass das nicht der richtige Weg für uns war. Mein Mutterinstinkt sagte mir ständig, dass es einen anderen Weg geben muss; dieser Gedanke hallte regelrecht in meinem Kopf.

Es gäbe noch so viel zu erzählen, aber das hebe ich mir, so Gott will, für mein Buch auf, denn ich habe beschlossen, mein Leben in einem Buch festzuhalten.

Der Abend, an dem sich alles änderte

Eines Abends schickte mir eine gute Freundin drei Profile auf Instagram und bat mich, sie mir anzuschauen. Zu der Zeit wollte ich gerade auf Empfehlung eines Arztes, den ich kenne, eine Mikrobiomuntersuchung machen lassen, um den Darm meines Sohnes überprüfen zu lassen. Da die Krankenkasse das nicht übernahm, hätten wir es selbst bezahlen müssen; ich wollte die Probe am nächsten Morgen abschicken.

In dieser Nacht habe ich mir die Beiträge einer Mutter zum Thema Autismus angesehen. Danach habe ich mit einer Mutter von zwei autistischen Kindern gesprochen und einen Arzt gefragt, ob dieser Test wirklich nötig ist. Er meinte, ich könne das Geld auch erst einmal dafür verwenden, diese Produkte auszuprobieren.

Ohne genau zu wissen, was für Produkte das sind, habe ich sofort bestellt. Ich wusste nur, dass sie pflanzlich sind, und das hat mir Vertrauen gegeben.

Unsere Bestellung kam drei Tage später, am 18. März 2022. Von diesem Abend an begann bei uns zu Hause ein neuer Abschnitt.

Diesen Abend werde ich nie vergessen. Mein Sohn rief aus seinem Zimmer: „Mama, darf ich dich umarmen?“ Sie müssen wissen: Das war vorher nicht möglich; ich konnte ihn weder kitzeln noch in den Arm nehmen.

Ich ruhte mich kurz auf dem Sofa aus, weil ich danach noch an meinen Übersetzungen weiterarbeiten musste. Er kam zu mir, legte sich auf meine Brust, umarmte mich, gab mir einen Kuss auf die Wange und sagte: „Mama, ich hab dich so lieb.“ Ich antwortete: „Ich dich auch, mein Schatz“, aber ich wusste nicht, wie ich das, was ich gerade erlebte, einordnen sollte. Dann ging er schlafen. Dank einer Einschlafhilfe, die unser Arzt empfohlen hatte, konnte er inzwischen einschlafen, und das war für uns eine große Erleichterung. Denn wenn ich mich zum Einschlafen zu ihm legte, schlief ich vor ihm ein und wurde mit meiner Arbeit nicht fertig.

Morgens stand er auf, ging zur Toilette und rief mir zu: „Mama, lass uns heute spazieren gehen, aber ohne Auto, einfach nur laufen.“ Ich ging zu ihm und musste lachen: „Schatz, machst du Witze mit mir?“ „Nein“, sagte er, „ich will wirklich rennen.“

Ich dachte, ich bilde mir das ein. Jahrelang konnten wir nicht einmal unseren schönen Balkon nutzen; ohne Probleme rauszugehen war unmöglich.

Ich sagte ihm, dass wir morgen gehen können, dass ich zu Hause noch ein paar Dinge erledigen muss und ein bisschen erschöpft bin. Er bot mir an, mir zu helfen, und putzte tanzend ganz allein das ganze Badezimmer. Es war so unglaublich, dass ich es sogar auf Video aufgenommen habe.

Am nächsten Tag habe ich dann auch selbst angefangen, ROOT-Produkte zu verwenden. Für mich ist das eigentliche Wunder, dass wir alle von unserem Schöpfer erschaffen wurden und jeder von uns einzigartig ist.

Die ersten Freudentränen am Rhein

Nach dem Frühstück sind wir rausgegangen, an den Fluss. Früher musste ich meinen Sohn jede Sekunde im Blick haben, damit nichts Schlimmes passiert. Er rannte auf Menschen zu, konnte in Menschenmengen seine Gefühle nicht kontrollieren und Gefahren nicht vorhersehen. An diesem Tag lief mein Sohn, der Spazierengehen eigentlich gar nicht mochte, fast rennend vor mir her. Er hatte seine Sonnenbrille auf und rief mir zu: „Mama, ich nehme die Brille ab; alles sieht so rötlich aus, ich kann die schöne Natur gar nicht sehen.“ ❤

Zum ersten Mal sind wir so harmonisch am Rhein entlanggegangen, haben mit Steinen gespielt, viel gelacht und es richtig genossen. Dort habe ich zum ersten Mal vor Freude geweint.

Auch an mir selbst habe ich eine Veränderung bemerkt: Ich fühlte mich energiegeladener, ich fühlte mich gut, und meine Gedanken kreisten nicht mehr ständig um dieselben Sorgen.

Dass sich für uns in so kurzer Zeit so vieles verändert hat, kam mir wieder wie ein Wunder vor. Jeden Tag erlebten wir etwas Neues, und lange konnte ich gar nicht darüber sprechen; ich musste diese Überwältigung erst einmal verarbeiten.

Ein neuer Abschnitt

In den Osterferien sind wir in den Urlaub geflogen, und es war der erste Urlaub, den wir wirklich schön verbracht haben. Dieses Mal konnten wir sogar in ein neues Hotel gehen! Weder im Hotel noch bei den Aktivitäten gab es irgendein Problem; es war unglaublich schön. So, wie ich es mir immer erträumt hatte, konnten wir unsere Zeit gemeinsam genießen.

Wie nie zuvor hatten wir endlich angefangen, unser Leben zu genießen.

In den letzten Tagen habe ich außer Haus gearbeitet, und mein Sohn konnte vier Stunden lang problemlos allein zu Hause bleiben. Wenn man bedenkt, dass ich früher nicht einmal den Müll runterbringen oder in Ruhe duschen konnte, war das für mich etwas ganz Außergewöhnliches.

Heute genießen wir jeden Moment eine harmonische, respektvolle und liebevolle Beziehung.

Ich wünsche jedem von Ihnen von ganzem Herzen dasselbe und noch mehr.

Wenn ich noch mehr Menschen glücklich machen kann, macht mich das noch glücklicher, denn unser Glaube lehrt uns, alles zu teilen, was wir haben.

Von Herzen,
Ezra

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